#Philosophie ist das erste Album von Phil O’Brian und erscheint im Mai 2020. Im Interview mit Songtexter Jerry Delay beantwortet er 13 Fragen zu seinen Anfängen und seinem aktuellen Album.

 

1. Seit wann machst du Musik bzw. wie bist du dazu gekommen?

Musik bestimmt schon immer mein Leben, ob nun Schlager auf Schallplatte oder die „Golden- Best-Of-Alben“ verschiedener Musiker meines Stiefvaters.
Das erste Mal Klavier bzw. Keyboard gespielt habe ich mit 3 oder 4, das weiß ich aber nicht mehr so genau. Jedenfalls hat mir meine Mutter sehr viel gezeigt, das ich einfach nachgespielt habe.
Mit den Jahren wollte ich aber irgendwann auch selbst Musik machen und hab dann vor ungefähr einem Jahrzehnt meinen ersten Song aufgenommen – ohne richtiges Equipment – und so klang das dann auch.

 

 

2. Du hast ja zwischendurch eine Pause von der Musik gemacht und wolltest davon nichts mehr wissen. Warum und wie bist du aus dieser Phase herausgekommen?

Das hatte nicht direkt mit der Musik als solche zu tun. Ich hatte damals jede Woche 1 bis 2 neue Cover Songs gemacht und die auf YouTube, SoundCloud, Reverb Nation und sogar MySpace hochgeladen. Das wurde mir irgendwann einfach zu viel. Ich wollte aber auch nicht immer nur Cover Songs machen. Also hab ich damals erstmal aufgehört, eine neue Liebe gefunden und mit dieser zusammen Akustikmusik gemacht. Irgendwann haben wir das auch auf Youtube veröffentlicht. Ich änderte dann meinen Künstlernamen und mein bester Freund hat mich dazu inspiriert wieder ordentlich Musik zu machen. Das tat ich dann auch. Bis heute ohne wirkliche Unterbrechung, außer einer kurzen nach der Geburt meiner Tochter.

 

 

3. Du hast ja anfangs auch Hip Hop gemacht und hattest weitere Projekte. Vermisst du etwas, wenn du daran zurückdenkst?

Damals hab ich viel ausprobiert, auch Hip Hop und sogar „Ulksongs“, aber mittlerweile weiß ich wo ich hin will. Und wenn ich Lust habe, dann kann ich auch heute noch Hip Hop machen. Das lässt sich Prima mit Pop kombinieren wie der ein und andere Song auf meinem Album #Philosophie beweist. (z.B. im Song „If Leaving Was So Easy“)

 

 

4. Deine Texte sind ja oft voller Sehnsucht und meistens sehr nachdenklich. Sie handeln meistens von Liebe. Beruhen die Texte auf realen Ereignissen?

So ziemlich jeder Text hat seinen wahren Kern, der eine mehr, der andere weniger. Es ist aber richtig, dass ich am kreativsten bin, wenn ich traurig bin oder es mir generell nicht gut geht.

 

 

5. Hast du Hilfe beim Schreiben deiner Songs?

Es gibt und gab immer Menschen in meinem Umfeld, die mir bei den Texten geholfen haben. Manche lieferten die Inspiration, andere ganze Sätze die ich verwendet habe. Wieder andere schrieben ganze Textpassagen. Jeden einzelnen hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

 

 

6. Wie werden deine Songs zu dem, was sie später sind? Machst du erst Demos, die sich dann entwickeln, oder gibt es zuerst die Texte auf denen du eine Melodie schreibst?

Das ist unterschiedlich. Manchmal hab ich Text im Kopf aber keine Melodie, ein anderes Mal hab ich eine Melodie im Kopf aber keinen Text. Meistens ist es aber so, dass ich einen Beat höre und mir denke “Dazu musst du unbedingt etwas schreiben”, was dann in der Regel auch passiert. Ob der Song dann am Ende Verwendung findet oder nicht, das entscheide ich dann sehr spontan. Ich gebe nur Songs raus wenn ich zu 100% hinter ihnen stehen kann. Habe ich nur den kleinsten Zweifel, wird er nicht veröffentlicht . So ist es auch dazu gekommen, dass der ein und andere Song, der auf #Philosophie veröffentlicht werden sollte, nach ein paar Monaten plötzlich eine neue Version bekam, weil mir die alte Fassung nicht mehr gefiel.

 

 

7. #Philosophie ist dein allererstes Album. Wie würdest du darauf deinen Stil beschreiben?

Es ist eine gelungene Mischung aus deutschen und englischen Pop-Balladen. Es ist mein Erstlingswerk und hat neben großen Gefühlen auch Ernsthaftigkeit und Tiefgang, versprüht aber auch die Leichtigkeit des Seins.

 

 

8. Du hast ja viele Songs und Coverversionen auf deinem YouTube-Kanal “Official Phil O’Brian”. Welche dieser Songs gefallen dir dort am besten?

Von den Covern ist “Erwachsen Sein” (im Original von Sido, Bushido und Peter Maffay, Anm. d. Red.) mein Favorit, denn „ich wollte nie erwachsen sein, hab immer mich zur Wehr gesetzt…“
Von meinen eigenen Songs auf YouTube ist “Der Punkt auf dem I” einer meiner Lieblinge, weil ich den Song für meine Tochter geschrieben habe.

 

 

9. Warum hat es keiner von deinen selbstgeschriebenen Songs, die es auf deinem YouTube-Kanal gibt, auf das Album geschafft?

Weil die Songs zum Teil schon ziemlich alt sind und ich einfach neue Songs machen wollte. Für ein „Best Of” bin ich noch eindeutig zu jung. (lacht)

 

 

10. Wie bist du auf die Songs gekommen, die du für #Philosophie gecovert hast. Was verbindet dich mit Ihnen?

“Ich will dich nicht verlieren” hat in der Situation, in der ich den Song gecovert habe, einfach perfekt gepasst. Vera Klima hat mit diesem Song genau die Gefühle ausgedrückt, die ich besser nicht hätte beschreiben können.
“Mann im Mond” war eine logische Konsequenz. Ich hab als Kind immer schon Die Prinzen gefeiert und kann fast jeden ihrer Songs auswendig. Funfact: Meine Tochter liebt den Hands Up Remix von “Tomtrax & Orca”.
“Bester Freund” von Matthias Schweighöfer erklärt in einfachster Art und Weise, was es bedeutet einen besten Freund zu haben. Mein „Bester Freund“, dem auch dieses Cover gewidmet ist, ist für mich sogar mehr wie ein Freund, er ist Familie. Er ist wie ein Bruder von einer anderen Mutter. Er ist auch der Grund, wieso ich überhaupt erst wieder angefangen habe Musik zu machen.

 

 

11. Auf #Philosophie gibt es ja auch drei Remixe der Songs “Nicht genug Whiskey”, “Mann im Mond” und “In meinen Träumen”. Warum lässt du Remixe produzieren und wie kamst du an die Remixer?

Remixe von Singles lasse ich anfertigen, um mein Publikum zu erweitern. Kein Hands-Up-Fan würde Popsongs hören, außer es gibt sie in einem Hands-Up-Remix. Genauso verhält sich das mit House, Techno oder anderen elektronischen Genres.
Housegeist, der Remixer von “Nicht Genug Whiskey”, kenne ich noch aus gemeinsamen Zeiten bei TechLaRocca, einem elektronischem Webradio, das es leider nicht mehr gibt. Von dort kenne ich auch die Remixer Tomtrax & Orca, die “Mann Im Mond” geremixt haben und jetzt bei Technobase.fm senden. Die Remixer von meiner Single “In meinen Träumen” – HBz – feiere ich schon seit vielen Jahren auf YouTube. Habe durch einen Zufall ihren Kontakt bekommen und mir gedacht, dass fragen ja nichts kostet – und sie haben es tatsächlich getan!

 

 

12. Welche Bedeutung hat das Artwork deines Albums #Philosophie? Hat sie etwas mit deiner Biographie gemeinsam?

Die tiefere Bedeutung des Artworks wurde mir erst sehr spät wirklich bewusst. Jeder Aspekt an den Alex P. beim Artwork gedacht hat, passt irgendwie auf mich. Ich war als Junge innerlich sehr einsam, spielte tatsächlich erfolgreich Fußball. Ich hätte mich auch liebend gerne mal in ein Flugzeug gesetzt, um weit weg zu fliegen und hätte mich tatsächlich am liebsten in irgendeine Höhle zurückgezogen.

 

 

13. Zum Abschluss: Was wünscht du deinen Hörern?

Dass ihr gesund bleibt, weiter meine Musik hört, kauft, streamt und mich weiterhin unterstützt!

(Interview geführt von Jerry Delay im März 2020)

 

Phil O’Brian präsentiert nach langem Warten sein erstes eigenes Album #Philosophie mit 11 Songs plus drei Remixen. Entstanden ist es zwischen Ende 2018 und 2019 mit von ihm selbst und in Kollaboration mit Jerry Delay geschriebenen Songs. Es sind auch drei Coverversionen vorhanden: „Ich will dich nicht verlieren“, geschrieben von Vera Klima, “Bester Freund” im Original von Matthias Schweighöfer und „Mann im Mond“ von den Prinzen. Am Album mitgewirkt haben auch Alexej Pietruszak, A.Voltage, Mr. Lazy und Mavrick Pop Beats. Drei Singles wurden aus dem Album bereits veröffentlicht: „Nicht Genug Whiskey“, „Mann im Mond“ und „In meinen Träumen“. Die drei auf dem Album vorhandenen Remixe wurden produziert von Housegeist, Tomtrax & Orca sowie HBz. #Philosophie wird als online Version auf allen Musikportalen und als CD veröffentlicht, die exklusiv bei Soundmeshi.Club unter https://bit.ly/3dyrvMg bestellbar ist.